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bin ich. Etwas ungeduldig, was den Lauf meiner diversen Projekte betrifft. Aber die viele Arbeit hat sich geloht und ein Buch "Der Lila Reiter" ist auch noch dabei herausgekommen. Was das Private betrifft, ist auch sehr viel passiert. Ungeplante, aber dann doch willkommene Schwangerschaft mit überraschenderweise Zwillingen, die es nicht überlebt haben, uns jedoch eine Rate des Elterngefühls geschenkt haben. Die dazugehörige Beziehung ist wieder in Berlin. Das ist auch besser so, denn wir sind seit fünf Jahren befreundet gewesen und sind es immer noch, haben aber gemerkt, dass wir zwar eine schöne und lange Partnerschaft haben könnten, uns jedoch noch etwas gefehlt hat. Und zwar die Transformation der Freundschaft in eine Liebesbeziehung. Anscheinend waren wir beide so zufrieden, dass wir uns gar nicht bewusst waren, dass so etwas keine Zukunft hat, da wir beide was die Liebe betrifft, keine Vernunftsmenschen sind. Aber wie in diesem blog mehrfach erwähnt, es geht ohne Dramen, vor allem wenn beide einsehen, dass es besser so ist und die Leichtigkeit der Beziehung nicht durch Macht, Kontrolle und Eifersucht zerstört wurde. Menschen gehören einander genauso wenig wie die Datschas dem Volk der ehemaligen DDR. Zu diesem Menschen werde ich den Kontakt definitiv weiterpflegen, denn diese Freundschaft ist es mir wert. Lügen hätten alles kaputt gemacht. Ich werde ihn immer wertschätzen, da bin ich sicher.
Was das Berufsleben betrifft...hm da muss ich bis zum Ende des Jahres warten und die richtigen Kooperationspartner ansammeln. Das Projekt in ihren Grundgerüsten steht, die Finanzierung auch. Mir fehlen noch zwei, drei Reisen und eigentlich auch noch das Objekt, wo ich meinen Plan verwirklichen möchte. Zunächst fiel mir Bahrenfeld/Ottensen ein, da ich beide Sparten meiner zukünftigen Kundschaft in meiner Nähe habe. Über meinen Hauptjob, der Medizin im klassischen Sinne kann ich ( hier grad konkurrenzlos) die Einnahmen regeln und über den zweiten Arm meine Vision verwirklichen. Dass ich Menschen, die sich mit dieser Vision nicht identifizieren können, nicht für das Projekt einstellen kann oder als Partner beteilige, ist natürlich klar, denn ein gemeinsames Ziel und ähnliche Wertvorstellungen aller Beteiligten werden das Zentrum halten und keine Egotrips. Nochmal, was den Ort betrifft: es kann auch woanders stattfinden, ich werde schon das richtige Gefühl bekommen, wenn ich irgendwo bin und die Vision über dem Ort steht vor meinem geistigen Auge. Und nochmal für alle: Ich kann mit Esoterik nichts anfangen. Dummerweise oder glücklicherweise kann es auch nicht an einem Ort bleiben, denn die Idee schreit nach globaler Vernetzung. Miriam hatte mich gefragt, wie ich so leben kann, die Vision vor den Augen, aber es nicht sofort umsetzen. Ganz einfach:
1) ich habe private Verantwortung.
2) die Vision läuft nicht davon, ich lebe damit und ich würde mich wundern, falls jemand mit ähnlichem beruflichem background wie ich auf dieselbe Idee käme. Falls ja, ist es auch nicht tragisch, ich habe ja noch Plan B oder schlage vor, zusammen zu arbeiten
3) Es erfordert schon strategisches Handeln. Eine Umsetzung kann man schnell machen. Aber der Rattenschwanz dahinter...der darf nicht übersehen werden. Der Teufel steckt im Detail. Aus diesem Grunde suche ich noch eine betriebswirtschaftlich starke AgentIn/ManagerIn, die die Planung mitgestaltet und uns diese Aufgabe abnimmt. Vor allem werde ich einen Haufen Angestellte haben. Das bedeutet weitere Verantwortung. Die Leute, die sich mit der Vision identifizieren können und die auch kreativ und produktiv ihren Arbeitsplatz wirklich zu IHREM Arbeitsplatz machen wollen, die sammle ich gerade ebenfalls. Es sind alles intuitive und intelligente Menschen, alles andere wäre auch fehl am Platz. Also wenn das Ding steht, stehen diese schon bereit mit einer Vorstellung davon, wie sie arbeiten wollen und damit wäre die Dynamik von Anfang an drin und nicht mehr aufzuhalten
4) ich weiss, was es bedeutet, selbständig unternehmend zu sein, natürlich nicht in diesem Ausmaß. Mir ist bis jetzt nichts Schlimmes passiert, aber es gibt genügend Menschen in meiner Umgebung aus deren Erfahrung ich sehr viel lernen kann.
5) Miri weiss, dass unsere Visionen an einem Platz nicht zu verwirklichen sind, denn mich zieht es nicht nach Ostdeutschland. Das heisst, wir werden kooperieren und uns gegenseitig helfen. Genau wie sie bin ich global ausgerichtet, aber die Grundideen sind etwas zu unterschiedlich, was toll ist, denn zwei Zentren, die miteinander kooperieren und einander unterstützen, ist etwas Wunderbares und zugleich eine kollektive Bewegung, auch wenn die Arbeitsfelder etwas unterschiedlich sind.
6) auch ein 7-Monatskind kann geduldig sein, wenn er den möglichen outcome sieht und intuitiv auf den richtigen Zeitpunkt wartet. [Nein, bin eigentlich eine Spätgeburt, kam einen Monat zu spät mit langen Fingernägeln und langen Haaren zur Welt und sah wohl zum Fürchten aus:)]
Aus dem Bekanntenkreis habe eine Art Verleumdung erfahren, was ich überraschenderweise relativ schnell weggesteckt habe, da ich derzeit auch stark mit der Schwangerschaft beschäftigt war. Den Grund dazu, den ich eh nicht so ganz verstanden habe, werde ich hier nicht posten, denn die Person reibt sich anscheinend periodisch an diesem Blog auf, weil er sich hierüber angesprochen fühlt. Hier geht es um mich und meine Welt. Falls sich irgendwelche Menschen hier wiederfinden und aggressiv werden, kann es sein, dass ich etwas lebe, was diese Personen nicht können und seien wir mal ehrlich: so unterschiedlich sind Menschen nicht in ihrer Denke, sie leben es eben alle anders aus. Ich nehme mir wenigstens die Zeit, mich mit meinem eigenen Knall zu beschäftigen, sei es dieser Blog oder was anderes. Ich kann dieser Person versichern, falls sie sich je wieder hierhin trauen sollte: Du bist so weit weg aus dem Fokus meines Interesses wie Bildung von einem Sack Reis in China. Mich interessiert weder Dein Privatleben, noch Deine Rückschritte, noch Dein Berufsleben etc.. Unsere Welten sind komplett getrennt und das seit März 2007. Also entspanne endlich und sieh Dir das eigentliche Problem an, welches nicht ich sein kann. Ich werde Dich sowieso auf der Straße übersehen, brauchst also keine Panik zu haben, dass Dein Lügenkonstrukt, was Du aufgebaut hast auf meine Kosten, in sich zusammenfällt, weil ich nichts tun werde. Ich bin sicher, dass die Wahrheit irgendwann ohne mein Zutun an's Licht kommt, aber das kann mir dann auch egal sein. Es ist Dein Gewissen, was Dich quält, nicht ich. Ich bin in Deiner Sphäre nicht mehr verankert, die ist mir zu einsam und zu paranoid und vor allem zu unreif ( sorry, aber das ist die Sprache, die Du verstehst. Mir gefällt gerade auch nicht, was ich hier so schreibe). Wir haben einander total verkannt auf menschlicher Ebene. Auf der anderen weiss ich, dass es nicht hätte anders kommen können. Ich habe Dich nicht geliebt und wollte Dich auch nie um jeden Preis haben, aber ich habe damals an Dein Potenzial geglaubt, weil Du noch einen Glauben an Dich selbst hattest. Ich würde hier nicht weiterlesen an Deiner Stelle...Das ist inkonsequent. Lass endlich los.
So, soviel zu den Geschehnissen der letzten Monate.
Den August werde ich schön feiern und meine Pläne weiter formen.
Schönen Gruß an Mary, bin so gespannt, was Dir alles so passiert demnächst. Aber mir fehlt derzeit ein bisschen die Unternehmerin in Dir. Du hast soviele innere Quellen, die könnten so langsam mal nach außen sprudeln:). Übrigens geht es unserer gemeinsamen Patientin, Frau F. sehr gut, ich habe noch mal nachtelefoniert. Du hast Deinen Job super gemacht. Jeden, bei dem die Indikation steht, schicke ich ab jetzt zu Coach Wiese :)
Einen wundervollen Tag und einen wunderschönen Restsommer wünsche ich allen, die hier mitlesen.
Donnerstag, 31. Juli 2008
Mittwoch, 30. Juli 2008
Emil
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Gestern habe ich eine Mutter mit einem kleinen Jungen beim Gassigehen mit Fifi getroffen. Sowohl der Hund als auch der Junge sind vor Freude ausgerastet und haben rumgeschmust. Irgendwann hielt der Junge inne, schaute Laszlo etwas eindringlicher an und fragte - wie üblich- nach dem Namen. Dann schaute er mich eindringlicher an und fragte, ob ich eine Katze sei. "Bist Du eine Katze?". Natürlich weiß er, dass ich keine bin. Habe in Sekundenschnelle entscheiden müssen - trotz dem schleimig- halbverzweifelten Hahaha der Mutter-, ob ich auf dieses provokante Kinderspiel mit "Ja" oder "Nein" antworte oder anfange, Affengeräusche zu machen. Nein, weder noch. "Warum fragst Du mich das?", rutschte mir raus. Der Muddi war das doch wohl zu unangenehm, sie nahm ihr Kind und verabschiedete sich. Aus menschlicher Sicht empfinde ich manche Kinder schon auch als mehr als provokant, fast schon hinterhältig und frage mich, woher so junge Menschen das haben. Aus spiritueller Sicht entfällt jede Wertung:).
Auf jeden Fall kam das Kind gar nicht dazu, sein Handeln zu hinterfragen, denn eine größere Macht hielt ihn vom Apfel weg.
Na ja, was soll's, dachte ich mir. Laszlo stand da und starrte autistisch in die Gegend. Mir ist eingefallen, dass ich ihn öfter Frage, ob er eigentlich eine Katze sei. Ich meine von ihm jedesmal einen irritierten Blick abgefangen zu haben. Vielleicht habe ich die Mutter und den Sohn genauso angestarrt?
:)
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Gestern habe ich eine Mutter mit einem kleinen Jungen beim Gassigehen mit Fifi getroffen. Sowohl der Hund als auch der Junge sind vor Freude ausgerastet und haben rumgeschmust. Irgendwann hielt der Junge inne, schaute Laszlo etwas eindringlicher an und fragte - wie üblich- nach dem Namen. Dann schaute er mich eindringlicher an und fragte, ob ich eine Katze sei. "Bist Du eine Katze?". Natürlich weiß er, dass ich keine bin. Habe in Sekundenschnelle entscheiden müssen - trotz dem schleimig- halbverzweifelten Hahaha der Mutter-, ob ich auf dieses provokante Kinderspiel mit "Ja" oder "Nein" antworte oder anfange, Affengeräusche zu machen. Nein, weder noch. "Warum fragst Du mich das?", rutschte mir raus. Der Muddi war das doch wohl zu unangenehm, sie nahm ihr Kind und verabschiedete sich. Aus menschlicher Sicht empfinde ich manche Kinder schon auch als mehr als provokant, fast schon hinterhältig und frage mich, woher so junge Menschen das haben. Aus spiritueller Sicht entfällt jede Wertung:).
Auf jeden Fall kam das Kind gar nicht dazu, sein Handeln zu hinterfragen, denn eine größere Macht hielt ihn vom Apfel weg.
Na ja, was soll's, dachte ich mir. Laszlo stand da und starrte autistisch in die Gegend. Mir ist eingefallen, dass ich ihn öfter Frage, ob er eigentlich eine Katze sei. Ich meine von ihm jedesmal einen irritierten Blick abgefangen zu haben. Vielleicht habe ich die Mutter und den Sohn genauso angestarrt?
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Die Anderen Und Ich
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Heute bin ich absolut auf der Erde. Ich werde höchstwahrscheinlich kein Interesse haben, diesen post mehr als zur Korrektur noch mal zu lesen:)
Da ich dieses absolute Gefühl der Einsamkeit nicht wirklich kenne, muss ich ab und zu spielen. Wie es sich anfühlen kann, habe ich ja mehrfach erfahren durch andere Menschen und Lebewesen, in deren Gesellschaft man sich so was von verlassen fühlen kann. Ich dachte manchmal, das sei mein Gefühl, habe aber irgendwann verstanden, dass es nicht so ist. Denn, wenn mir dieses Gefühl eigen wäre, würde es nicht aufhören wie der sogenannte "Liebesrausch" nach dem Sex, wenn man sich von den Leuten entfernt. Das scheint aber so eine Geißel in meiner Umgebung zu sein, dass ich mich mal wirklich damit auseindersetzen musste. Als Fazit kann ich nur sagen: es hat mir persönlich nichts, aber auch gar nichts gebracht. Ich konnte nur das Gefühl an sich verstehen, die Ursprünge jedoch blieben mir verdeckt. Warum aber? Ist Einsamkeit etwas, was dem rational-archaischen entspringt oder dem emotional-unbewussten oder beides oder nichts davon? Die meisten, die ich dazu befragt habe, wollten es nicht erklären oder vielleicht konnten sie es einfach nicht. Bei einigen habe ich panische Anfälle und totale Verzerrung erfahren, als es darum ging, dass sie sich nur rein hypothetisch damit befassen, dass ihnen das Objekt (ich nenne es bewusst nicht Subjekt, kommt später), welches ihr Gefühl der Einsamkeit wenigstens oberflächlich betäubt, weggenommen wird. Großes Leid, was einem auch leid tun kann. Obwohl ich mich trotz intensivmedizinischer Erfahrung, mit typischen anästhesiologischen Machtfantasien nicht anfreunden konnte, dachte ich bei den panischen Ausfällen, dass man die Leute erst mal ruhig stellen muss, damit sie sich am Ende selbst nicht schaden und dann vielleicht mit ihnen redet. Wobei sich die experimentelle Frage stellt, welche Droge man am Besten nehmen sollte. Sollte sie die emotionale Verwirrung ausschalten, die rationale, die Schaltzenrale oder alles? Denn jede Möglichkeit, die ich mir vorgestellt habe, führte auch rein hypotetisch zu nichts. Das Emotionale scheint so sehr mit dem Rationalen verworren, dass man nicht gezielt eine Ebene ausschalten kann. Mit Patienten kann ich anscheinend besser umgehen als mit den Leuten, die um mich herum leben:). Ich meine das alles könnte ja auch meinem Unvermögen entspringen, anderen Menschen empathisch zu begegnen. Könnte so ein "Vorwurf" von den Einsamen kommen? Falls ja, dann müsste ein Einsamer sich auch mal um Empathie bemühen und mein Gefühl des nicht Einsamseins nachfühlen und nicht nur kurz aufschnappen, um noch mehr im eigenen Leid zu versinken oder? So ganz subjektiv betrachtet, finde ich es auch etwas "ungerecht", dass ein jeder meint, er/ sie könne alles an mir auslassen.:). Ihr merkt schon, ich lasse mir in einigen Dingen rein gar nichts sagen:).
Nochmal zurück zum Nachfühlen der Einsamkeit der anderen: es bringt dem Einsamen auch nichts, sich zu mir zu gesellen. Anscheinend habe ich dieses Gefühl nicht geteilt, sondern nur gespiegelt, so dass ich mir vorstellen kann, dass es sich bei dem Einsamen potenziert hat bis zum gehtnichtmehr. Sorry, aber wo nichts ist, sieht Narziss nur sein eigenes Spiegelbild. Und wenn Narziss Dich und/oder sich für überlebensgroß hält, so wird ihm das eigene Spiegelbild noch mehr Unbehagen bereiten. In dem Fall bin ich eben Nirvana. Mag deren Musik ja auch sehr gern:). Narziss "rächt" sich sowieso bei Gelegenheit und macht nur das Spiegelbild kaputt und wundert sich, dass es mir die ganze Zeit anders ging als ihm.
Na ja, ich spiele also ab und zu Zuhause. Das ist meistens Nachts, wenn ich am nächsten Tag nicht arbeiten muss und der Hund endlich eingeschlafen ist. Ich mache es mir bequem, aber nicht zu sehr. Ich habe nichts zu essen und zu trinken bei mir und spiele "Z. alleine auf der einsamen Insel". Ich könnte auch fleissig bechern gehen, aber ab und zu ist mir eher nach solchen Spielen. Das ist fast wie meditieren. Ich stelle mir vor, ich wäre auf einer einsamen Insel gelandet ohne alles. Der einzige Luxus, den ich mir in dieser Fantasie gönne, ist das Wetter. Es ist maximal 28° warm und trocken. Alles andere ist nicht vorhanden. So ganz leicht ist das Spiel nicht, denn man "weiss" ja eigentlich, wo man ist. Nicht so, wenn man irgendwann total abschaltet und tiefer geht.
Was jetzt kommt, wäre zu lang für einen post. Ich mache irgendwann einen zweiten daraus. Auf jeden Fall bin ich einmal 3 Stunden später total verschreckt "aufgewacht", denn unten auf der Straße hatten sich paar Jugendliche an ein Auto gestellt und liessen volle Kanne Wolfgang Petry (Hölle!Hölle!Hölle!) grölen. Ich bin dann mit dem Hund rausgegangen und habe sie gebeten, 2200 Dezibel weiter zu fahren. Ab und zu wünscht man sich wirklich auf eine einsame Insel.
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Heute bin ich absolut auf der Erde. Ich werde höchstwahrscheinlich kein Interesse haben, diesen post mehr als zur Korrektur noch mal zu lesen:)
Da ich dieses absolute Gefühl der Einsamkeit nicht wirklich kenne, muss ich ab und zu spielen. Wie es sich anfühlen kann, habe ich ja mehrfach erfahren durch andere Menschen und Lebewesen, in deren Gesellschaft man sich so was von verlassen fühlen kann. Ich dachte manchmal, das sei mein Gefühl, habe aber irgendwann verstanden, dass es nicht so ist. Denn, wenn mir dieses Gefühl eigen wäre, würde es nicht aufhören wie der sogenannte "Liebesrausch" nach dem Sex, wenn man sich von den Leuten entfernt. Das scheint aber so eine Geißel in meiner Umgebung zu sein, dass ich mich mal wirklich damit auseindersetzen musste. Als Fazit kann ich nur sagen: es hat mir persönlich nichts, aber auch gar nichts gebracht. Ich konnte nur das Gefühl an sich verstehen, die Ursprünge jedoch blieben mir verdeckt. Warum aber? Ist Einsamkeit etwas, was dem rational-archaischen entspringt oder dem emotional-unbewussten oder beides oder nichts davon? Die meisten, die ich dazu befragt habe, wollten es nicht erklären oder vielleicht konnten sie es einfach nicht. Bei einigen habe ich panische Anfälle und totale Verzerrung erfahren, als es darum ging, dass sie sich nur rein hypothetisch damit befassen, dass ihnen das Objekt (ich nenne es bewusst nicht Subjekt, kommt später), welches ihr Gefühl der Einsamkeit wenigstens oberflächlich betäubt, weggenommen wird. Großes Leid, was einem auch leid tun kann. Obwohl ich mich trotz intensivmedizinischer Erfahrung, mit typischen anästhesiologischen Machtfantasien nicht anfreunden konnte, dachte ich bei den panischen Ausfällen, dass man die Leute erst mal ruhig stellen muss, damit sie sich am Ende selbst nicht schaden und dann vielleicht mit ihnen redet. Wobei sich die experimentelle Frage stellt, welche Droge man am Besten nehmen sollte. Sollte sie die emotionale Verwirrung ausschalten, die rationale, die Schaltzenrale oder alles? Denn jede Möglichkeit, die ich mir vorgestellt habe, führte auch rein hypotetisch zu nichts. Das Emotionale scheint so sehr mit dem Rationalen verworren, dass man nicht gezielt eine Ebene ausschalten kann. Mit Patienten kann ich anscheinend besser umgehen als mit den Leuten, die um mich herum leben:). Ich meine das alles könnte ja auch meinem Unvermögen entspringen, anderen Menschen empathisch zu begegnen. Könnte so ein "Vorwurf" von den Einsamen kommen? Falls ja, dann müsste ein Einsamer sich auch mal um Empathie bemühen und mein Gefühl des nicht Einsamseins nachfühlen und nicht nur kurz aufschnappen, um noch mehr im eigenen Leid zu versinken oder? So ganz subjektiv betrachtet, finde ich es auch etwas "ungerecht", dass ein jeder meint, er/ sie könne alles an mir auslassen.:). Ihr merkt schon, ich lasse mir in einigen Dingen rein gar nichts sagen:).
Nochmal zurück zum Nachfühlen der Einsamkeit der anderen: es bringt dem Einsamen auch nichts, sich zu mir zu gesellen. Anscheinend habe ich dieses Gefühl nicht geteilt, sondern nur gespiegelt, so dass ich mir vorstellen kann, dass es sich bei dem Einsamen potenziert hat bis zum gehtnichtmehr. Sorry, aber wo nichts ist, sieht Narziss nur sein eigenes Spiegelbild. Und wenn Narziss Dich und/oder sich für überlebensgroß hält, so wird ihm das eigene Spiegelbild noch mehr Unbehagen bereiten. In dem Fall bin ich eben Nirvana. Mag deren Musik ja auch sehr gern:). Narziss "rächt" sich sowieso bei Gelegenheit und macht nur das Spiegelbild kaputt und wundert sich, dass es mir die ganze Zeit anders ging als ihm.
Na ja, ich spiele also ab und zu Zuhause. Das ist meistens Nachts, wenn ich am nächsten Tag nicht arbeiten muss und der Hund endlich eingeschlafen ist. Ich mache es mir bequem, aber nicht zu sehr. Ich habe nichts zu essen und zu trinken bei mir und spiele "Z. alleine auf der einsamen Insel". Ich könnte auch fleissig bechern gehen, aber ab und zu ist mir eher nach solchen Spielen. Das ist fast wie meditieren. Ich stelle mir vor, ich wäre auf einer einsamen Insel gelandet ohne alles. Der einzige Luxus, den ich mir in dieser Fantasie gönne, ist das Wetter. Es ist maximal 28° warm und trocken. Alles andere ist nicht vorhanden. So ganz leicht ist das Spiel nicht, denn man "weiss" ja eigentlich, wo man ist. Nicht so, wenn man irgendwann total abschaltet und tiefer geht.
Was jetzt kommt, wäre zu lang für einen post. Ich mache irgendwann einen zweiten daraus. Auf jeden Fall bin ich einmal 3 Stunden später total verschreckt "aufgewacht", denn unten auf der Straße hatten sich paar Jugendliche an ein Auto gestellt und liessen volle Kanne Wolfgang Petry (Hölle!Hölle!Hölle!) grölen. Ich bin dann mit dem Hund rausgegangen und habe sie gebeten, 2200 Dezibel weiter zu fahren. Ab und zu wünscht man sich wirklich auf eine einsame Insel.
Sonntag, 27. Juli 2008
Kollektiv Streben:)
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Nach der Verschiebung Donnerstag Nacht komme ich gar nicht mehr zur Ruhe. Gestern Nacht bin ich nochmal richtig abgegangen so bewusstseinsmäßig; nur um 4 Uhr Morgens ist meistens keiner da, mit dem man sich austauschen kann. Also haben Miriam und ich noch versucht, darüber zu twittern, aber ich glaub, das war für sie etwas einschläfernd:). Via ESP hätte es eh diesmal nicht geklappt. Denn momentan ist jeder mit seinem eigenen Ding beschäftigt, was ich eigentlich gut finde, denn nur die persönliche Metamorphose befähigt das Mitmachen an der kollektiven [wie überall auf diesem blog, schreibe ich alles polarisierend und pauschalisierend auf. Es ist ja auch meine Welt hier:)]. Dort wo ein jeder seine Baustellen abarbeitet, entsteht der Raum für das Höhere und Verbindende. Ich habe nicht das Gefühl, dass es weiterhin so klappen wird wie bis jetzt: also sein Ding und das allgemeine Ding so nebenbei, ohne unbequeme Veränderungen zuzulassen und vor allem Altes und Verbrauchtes loszulassen.
Seit Freitag bekomme ich - unüblich für ein Wochenende- Telefonanrufe, emails und Kontaktanfragen von Leuten, die ich seit Ewigkeiten nicht gesehen und gesprochen habe. Irgendwie wusste ich die Tage auch, dass es Zeit wird, sich wieder mit alten Kontakten zu verbinden. Und siehe da, wir haben uns alle mehr zu sagen als damals. Noch ist es nicht so ganz vorbei; ich weiss nicht, wie man es ausdrücken soll. So wie ein Tunnel, so was in der Art, es kommt mir aber nicht so mühsam vor wie dieser Begriff es beschreibt. Die Evolution ist längst voll in Fahrt, wenn man sich die Kids/Teens/Twens so anschaut. Die brauchen keine Gurus und keine Eltern, die brauchen Programme -noch brauchen sie welche-. Ich denke, die kommunikative Evolution der Welt wird die Fassungskraft des Internets übersteigen.
Derzeit braucht man vielleicht noch www, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der anderen so etwas gebraucht wird. Habe eben einen Ingenieur der Stadtwerke getroffen. Der sagte, er bräuchte nur auf wenige Knöpfe zu drücken, schon wären ganze Stadtteile ohne Strom und die ganzen IT- Junkies würden sich die Pulsadern aufschneiden:). Noch befindet man sich, trotz globaler Vernetzung weiterhin in der "Matrix". Die Nabelschnur via www wird mir jedesmal bewusst, wenn meine Ma mich anskyped. Ich find's ja süss, aber es kommt mir vor wie Translation eines alten Themas in die high-tech- Welt. Ich bin über Skype die meiste Zeit im off derzeit. Dort wo keine Herzensverbindung besteht, kann ma dies auch nicht über Chat erreichen. Schade, dass sie nicht versteht, dass ich ihr nie verloren gehe. Obwohl sie und ich das Telepathische früher gelebt haben, bis ich bemerkt habe, dass sie mich darüber kontrollieren will.
Momentan fühle ich mich in meiner Kommunikationswelt ( siehe post davor) am wohlsten, obwohl ich mich nicht vollkommen ausklinke. Diese Welt ist für mich echter und ehrlicher als die sogenannte Welt der Wortkommunikation. Das wird aber nicht so weitergehen. Es wird, da bin ich ganz sicher, so kommen, dass man als physisches Wesen diese Sprache auch als Wort sprechen kann. Das Schizoide zwischen Mensch und Seele wird bei vielen aufhören. Nicht bei allen, aber bei denen, die ihrem Spürbewusstsein wieder vertrauen auf jeden Fall. Keine Ahnung, wie lange das dauert. Wie vorher erwähnt, denke ich, dass jeder gerade vermehrt mit sich beschäftigt ist oder es sein will. Nur ich muss ne Anarchie gerade leben, da etwas bei mir passiert ist, was ich nicht aufhalten kann. Meine Sekundärfunktion Gefühl ist an ihrem Platz und fühlt sich wohl dort. Meine Primärfunktionen brain & intuition gehen gerade so richtig ab. Also kann es sein, dass viele, deren Primärfunktionen wo anders liegen, sich von dem, was ich hier so schreibe, erst mal abgestossen fühlen. Da ist das Geile an der sphärischen Verbundenheit. Jeder hat etwas, was der andere auch hat, nur die Gewichtung ist bei jedem anders. Wobei ich mir sicher bin, dass man mit jedem, der über seine eigene Aggression hinwegkommt, auf verschiedensten Ebenen kommunizieren kann und dass jeder dem anderen "gleichgestellt" sein kann, wenn er eben seine eigene Transformation zulässt.
Eigentlich gehört dieser post auch in den beruflichen Blog, aber ich bekomme die flash- Animation dazu (noch) nicht hin. Also fristen hier einige Artikel solange so lange in diesem sog. "KreativPsycho"blog:), bis ich meine Ansprüche senke oder es schaffe.
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Nach der Verschiebung Donnerstag Nacht komme ich gar nicht mehr zur Ruhe. Gestern Nacht bin ich nochmal richtig abgegangen so bewusstseinsmäßig; nur um 4 Uhr Morgens ist meistens keiner da, mit dem man sich austauschen kann. Also haben Miriam und ich noch versucht, darüber zu twittern, aber ich glaub, das war für sie etwas einschläfernd:). Via ESP hätte es eh diesmal nicht geklappt. Denn momentan ist jeder mit seinem eigenen Ding beschäftigt, was ich eigentlich gut finde, denn nur die persönliche Metamorphose befähigt das Mitmachen an der kollektiven [wie überall auf diesem blog, schreibe ich alles polarisierend und pauschalisierend auf. Es ist ja auch meine Welt hier:)]. Dort wo ein jeder seine Baustellen abarbeitet, entsteht der Raum für das Höhere und Verbindende. Ich habe nicht das Gefühl, dass es weiterhin so klappen wird wie bis jetzt: also sein Ding und das allgemeine Ding so nebenbei, ohne unbequeme Veränderungen zuzulassen und vor allem Altes und Verbrauchtes loszulassen.
Seit Freitag bekomme ich - unüblich für ein Wochenende- Telefonanrufe, emails und Kontaktanfragen von Leuten, die ich seit Ewigkeiten nicht gesehen und gesprochen habe. Irgendwie wusste ich die Tage auch, dass es Zeit wird, sich wieder mit alten Kontakten zu verbinden. Und siehe da, wir haben uns alle mehr zu sagen als damals. Noch ist es nicht so ganz vorbei; ich weiss nicht, wie man es ausdrücken soll. So wie ein Tunnel, so was in der Art, es kommt mir aber nicht so mühsam vor wie dieser Begriff es beschreibt. Die Evolution ist längst voll in Fahrt, wenn man sich die Kids/Teens/Twens so anschaut. Die brauchen keine Gurus und keine Eltern, die brauchen Programme -noch brauchen sie welche-. Ich denke, die kommunikative Evolution der Welt wird die Fassungskraft des Internets übersteigen.
Derzeit braucht man vielleicht noch www, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der anderen so etwas gebraucht wird. Habe eben einen Ingenieur der Stadtwerke getroffen. Der sagte, er bräuchte nur auf wenige Knöpfe zu drücken, schon wären ganze Stadtteile ohne Strom und die ganzen IT- Junkies würden sich die Pulsadern aufschneiden:). Noch befindet man sich, trotz globaler Vernetzung weiterhin in der "Matrix". Die Nabelschnur via www wird mir jedesmal bewusst, wenn meine Ma mich anskyped. Ich find's ja süss, aber es kommt mir vor wie Translation eines alten Themas in die high-tech- Welt. Ich bin über Skype die meiste Zeit im off derzeit. Dort wo keine Herzensverbindung besteht, kann ma dies auch nicht über Chat erreichen. Schade, dass sie nicht versteht, dass ich ihr nie verloren gehe. Obwohl sie und ich das Telepathische früher gelebt haben, bis ich bemerkt habe, dass sie mich darüber kontrollieren will.
Momentan fühle ich mich in meiner Kommunikationswelt ( siehe post davor) am wohlsten, obwohl ich mich nicht vollkommen ausklinke. Diese Welt ist für mich echter und ehrlicher als die sogenannte Welt der Wortkommunikation. Das wird aber nicht so weitergehen. Es wird, da bin ich ganz sicher, so kommen, dass man als physisches Wesen diese Sprache auch als Wort sprechen kann. Das Schizoide zwischen Mensch und Seele wird bei vielen aufhören. Nicht bei allen, aber bei denen, die ihrem Spürbewusstsein wieder vertrauen auf jeden Fall. Keine Ahnung, wie lange das dauert. Wie vorher erwähnt, denke ich, dass jeder gerade vermehrt mit sich beschäftigt ist oder es sein will. Nur ich muss ne Anarchie gerade leben, da etwas bei mir passiert ist, was ich nicht aufhalten kann. Meine Sekundärfunktion Gefühl ist an ihrem Platz und fühlt sich wohl dort. Meine Primärfunktionen brain & intuition gehen gerade so richtig ab. Also kann es sein, dass viele, deren Primärfunktionen wo anders liegen, sich von dem, was ich hier so schreibe, erst mal abgestossen fühlen. Da ist das Geile an der sphärischen Verbundenheit. Jeder hat etwas, was der andere auch hat, nur die Gewichtung ist bei jedem anders. Wobei ich mir sicher bin, dass man mit jedem, der über seine eigene Aggression hinwegkommt, auf verschiedensten Ebenen kommunizieren kann und dass jeder dem anderen "gleichgestellt" sein kann, wenn er eben seine eigene Transformation zulässt.
Eigentlich gehört dieser post auch in den beruflichen Blog, aber ich bekomme die flash- Animation dazu (noch) nicht hin. Also fristen hier einige Artikel solange so lange in diesem sog. "KreativPsycho"blog:), bis ich meine Ansprüche senke oder es schaffe.
Freitag, 25. Juli 2008
Rejuvenation
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Heute Nacht um 23 Uhr herum....ich habe es gefühlt:).
Es hat sich wieder etwas verschoben.
Und irgendjemand hat meinen Rockzipfel endlich losgelassen und macht endlich sein/ihr eigenes Ding! Schaut mir trotzdem noch zu, aber kein Zerren mehr.
Klingt alles total krank, ich weiss. Sorry, muss alle enttäuschen, die mich in die Gestörtenecke schieben wollen. Ich war oft bei Psychiatern und Psychologen, weil ich dachte, ich würde spinnen. Nein, keine Schizophrenie, kein Borderline, keine Hysterie. Ich habe damals gewünscht, dass man eine Diagnose findet. Nein, "leider nicht". Ich habe ein absonderliches EEG, aber kein psychologisches Äquivalent dazu. Jetzt weiss ich, was es ist! Und ich muss es jetzt schreiben. Um 6 Uhr Morgens!
ALLE Träume ( und alles, was ich sonst sehe!), die ich seit Jahren hatte, sind wahr geworden. Ich habe alle kennengelernt, die ich damals noch nicht kannte. Auch wenn die Träume manchmal einen "schlechten" Ausgang von Beziehungen voraussagten und ich nicht darauf vertraut habe. Es hat alles seine Ordnung. Ich träume wieder sehr viel, nur dass das Reale nicht mehr Wochen und Jahre braucht, um einzutreffen....die Dinge passieren noch fast am gleichen Tag. Es ist nicht immer etwas Persönliches. Ich sehe Leute und Abschnitte aus ihrem Leben, die ich noch gar nicht kenne. Und schwups, in den nächsten Tagen sind sie auf einmal da!?!
Ich musste lernen, mit Menschen so zu kommunizieren, dass sie keine Angst haben, dass ich sie durchschaue ( wobei ich nicht das Gefühl habe, irgendjemanden zu durchschauen. Ich dachte die ganze Zeit, man redet einander vorbei). Das ist deren Terminologie, nicht meine. Das war echt schwer. Tut mir leid Leute, aber keine Sorge, ich sehe nichts, was ihr sowieso nicht zeigen wollt unterbewusst. Nur, ich darf nichts tun. Das gehört sich nicht. Ich kann das nur sagen, auch wenn ich Gefahr laufe, dass manche Menschen wegrennen. Sorry.
Puh, muss jetzt mit dem Hund raus. An die Elbe, Joggen und ach was auch immer.
Werde später mehr schreiben.
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Heute Nacht um 23 Uhr herum....ich habe es gefühlt:).
Es hat sich wieder etwas verschoben.
Und irgendjemand hat meinen Rockzipfel endlich losgelassen und macht endlich sein/ihr eigenes Ding! Schaut mir trotzdem noch zu, aber kein Zerren mehr.
Klingt alles total krank, ich weiss. Sorry, muss alle enttäuschen, die mich in die Gestörtenecke schieben wollen. Ich war oft bei Psychiatern und Psychologen, weil ich dachte, ich würde spinnen. Nein, keine Schizophrenie, kein Borderline, keine Hysterie. Ich habe damals gewünscht, dass man eine Diagnose findet. Nein, "leider nicht". Ich habe ein absonderliches EEG, aber kein psychologisches Äquivalent dazu. Jetzt weiss ich, was es ist! Und ich muss es jetzt schreiben. Um 6 Uhr Morgens!
ALLE Träume ( und alles, was ich sonst sehe!), die ich seit Jahren hatte, sind wahr geworden. Ich habe alle kennengelernt, die ich damals noch nicht kannte. Auch wenn die Träume manchmal einen "schlechten" Ausgang von Beziehungen voraussagten und ich nicht darauf vertraut habe. Es hat alles seine Ordnung. Ich träume wieder sehr viel, nur dass das Reale nicht mehr Wochen und Jahre braucht, um einzutreffen....die Dinge passieren noch fast am gleichen Tag. Es ist nicht immer etwas Persönliches. Ich sehe Leute und Abschnitte aus ihrem Leben, die ich noch gar nicht kenne. Und schwups, in den nächsten Tagen sind sie auf einmal da!?!
Ich musste lernen, mit Menschen so zu kommunizieren, dass sie keine Angst haben, dass ich sie durchschaue ( wobei ich nicht das Gefühl habe, irgendjemanden zu durchschauen. Ich dachte die ganze Zeit, man redet einander vorbei). Das ist deren Terminologie, nicht meine. Das war echt schwer. Tut mir leid Leute, aber keine Sorge, ich sehe nichts, was ihr sowieso nicht zeigen wollt unterbewusst. Nur, ich darf nichts tun. Das gehört sich nicht. Ich kann das nur sagen, auch wenn ich Gefahr laufe, dass manche Menschen wegrennen. Sorry.
Puh, muss jetzt mit dem Hund raus. An die Elbe, Joggen und ach was auch immer.
Werde später mehr schreiben.
Dienstag, 22. Juli 2008
Wet Dreams
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hat wohl jeder, der surft:). Kann mir gut vorstellen, dass viele in ihren Träumen ohne board surfen. Ganz ohne alles. Auf der Welle ohne etwas dazwischen stehen zu können und sie zu reiten, endlos, wie heftig sie auch sein mag. Sich eins mit der Welle zu fühlen, finde ich generell schwer mit dem Ding, auf dem ich stehen muss. In meinen Träumen ist das alles ganz anders. Ich stehe auf dem Wasser:), auf einmal steigt die Welle unter mir hoch, so richtig hoch und ich denke im Traum, ich würde es nicht packen und untergehen. Seltsamerweise kann ich es dann doch. Das Reiten hört erst dann auf, wenn der Wecker klingelt. Das sind die schönsten Träume. So ähnlich wie einfach so fliegen oder tauchen ohne Hilfsmittel. Im realen Leben ist nun mal alles begrenzt. Auch wenn man aus dem Wellenreiten Allegorien zum echten Leben entwickelt, weiss man doch, dass es nicht stimmt. Jeder Ritt ist irgendwann vorbei. Entweder ganz seicht am Ufer, durch einen Candleflight ins Wasser oder einfach Waschmaschine. So sehr ich gerade im Atlantik die Waschmaschine fürchte, ist sie eigentlich die phänomenalste Erfahrung und nicht das perfekte Shortboarden bis zum eleganten Abgang. Beim Niedergeschmettertwerden nicht zu "wissen", ob man je wieder auftaucht. Man "weiss" nie, ob man wieder auftaucht, jedoch eins "weiss" man immer: dass man irgendwann sterben wird, weil nur der physische Tod die einzig sichere Entität ist, die man in seinem körperlichen Leben auf jeden Fall erfahren wird; egal wann, egal wie. Man kann sich ein Haus kaufen, eine Frau, Tiere, Auto, was auch immer:). Es ist nie berechenbar, ob man das alles verliert. Nur den Tod verliert man nicht. Ich treffe Surfer, die ich niemals für Surfer halten würde, da ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Menschen sich auf solch unberechenbare Manöver einlassen. Ich habe sie nie gefragt, ob sie, wenn sie von einer Welle total überwältigt werden, wirklich noch "denken" können, dass sie da heil rauskommen oder es ihrer Intuition überlassen. Surfen diese Leute nur, weil es "cool" ist oder weil sie etwas ihrem Willen unterwerfen wollen? Dann gibt es noch die "Radfahrer" oder "Zombies" unter Surfern:). Die fühlen ganz genau, was es da gibt, aber lassen sich emotional nie wirklich darauf ein. "Zombie" wegen der Analogie zu lebenden Toten, keine Passion.. nichts, wofür es sich eigentlich zu leben lohnt außer für den eigenen angesammelten Schmerz und das eigene Spiegelbild. Kann mir auch egal sein, solange sie meine "Welle" nicht blockieren wollen:).
Ich würde ( und habe) mich immer für das Leben entschieden, gerade weil uns der Tod so sicher ist. Er wird kommen, so oder so. Er ist sicherer als die Geburt- so mal ganz unspirituell dahergelabert. Viel sicherer als die Geburt, denn er kann noch vor dieser eintreten. Ich werde wieder irgendwann surfen, die Entscheidung vom letzten Jahr ist natürlich relativ. Davor aber möchte ich noch etwas im Leben. Ich habe einen Herzenswunsch, den ich gern erfüllt hätte. Erst dann gebe ich mich wieder einer Waschmaschine hin. Wenn es auch 18 Jahre dauert, bis ich wieder surfe. Mit allen Konsequenzen.
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hat wohl jeder, der surft:). Kann mir gut vorstellen, dass viele in ihren Träumen ohne board surfen. Ganz ohne alles. Auf der Welle ohne etwas dazwischen stehen zu können und sie zu reiten, endlos, wie heftig sie auch sein mag. Sich eins mit der Welle zu fühlen, finde ich generell schwer mit dem Ding, auf dem ich stehen muss. In meinen Träumen ist das alles ganz anders. Ich stehe auf dem Wasser:), auf einmal steigt die Welle unter mir hoch, so richtig hoch und ich denke im Traum, ich würde es nicht packen und untergehen. Seltsamerweise kann ich es dann doch. Das Reiten hört erst dann auf, wenn der Wecker klingelt. Das sind die schönsten Träume. So ähnlich wie einfach so fliegen oder tauchen ohne Hilfsmittel. Im realen Leben ist nun mal alles begrenzt. Auch wenn man aus dem Wellenreiten Allegorien zum echten Leben entwickelt, weiss man doch, dass es nicht stimmt. Jeder Ritt ist irgendwann vorbei. Entweder ganz seicht am Ufer, durch einen Candleflight ins Wasser oder einfach Waschmaschine. So sehr ich gerade im Atlantik die Waschmaschine fürchte, ist sie eigentlich die phänomenalste Erfahrung und nicht das perfekte Shortboarden bis zum eleganten Abgang. Beim Niedergeschmettertwerden nicht zu "wissen", ob man je wieder auftaucht. Man "weiss" nie, ob man wieder auftaucht, jedoch eins "weiss" man immer: dass man irgendwann sterben wird, weil nur der physische Tod die einzig sichere Entität ist, die man in seinem körperlichen Leben auf jeden Fall erfahren wird; egal wann, egal wie. Man kann sich ein Haus kaufen, eine Frau, Tiere, Auto, was auch immer:). Es ist nie berechenbar, ob man das alles verliert. Nur den Tod verliert man nicht. Ich treffe Surfer, die ich niemals für Surfer halten würde, da ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Menschen sich auf solch unberechenbare Manöver einlassen. Ich habe sie nie gefragt, ob sie, wenn sie von einer Welle total überwältigt werden, wirklich noch "denken" können, dass sie da heil rauskommen oder es ihrer Intuition überlassen. Surfen diese Leute nur, weil es "cool" ist oder weil sie etwas ihrem Willen unterwerfen wollen? Dann gibt es noch die "Radfahrer" oder "Zombies" unter Surfern:). Die fühlen ganz genau, was es da gibt, aber lassen sich emotional nie wirklich darauf ein. "Zombie" wegen der Analogie zu lebenden Toten, keine Passion.. nichts, wofür es sich eigentlich zu leben lohnt außer für den eigenen angesammelten Schmerz und das eigene Spiegelbild. Kann mir auch egal sein, solange sie meine "Welle" nicht blockieren wollen:).
Ich würde ( und habe) mich immer für das Leben entschieden, gerade weil uns der Tod so sicher ist. Er wird kommen, so oder so. Er ist sicherer als die Geburt- so mal ganz unspirituell dahergelabert. Viel sicherer als die Geburt, denn er kann noch vor dieser eintreten. Ich werde wieder irgendwann surfen, die Entscheidung vom letzten Jahr ist natürlich relativ. Davor aber möchte ich noch etwas im Leben. Ich habe einen Herzenswunsch, den ich gern erfüllt hätte. Erst dann gebe ich mich wieder einer Waschmaschine hin. Wenn es auch 18 Jahre dauert, bis ich wieder surfe. Mit allen Konsequenzen.
Montag, 21. Juli 2008
Migräne
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mit Übelkeit hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr. Heute Morgen kam ich nicht aus dem Bett heraus, so schlimm war es. Hausmittelchen helfen ja besser als Tabletten. So mussten wieder Tiger Balm & Co herhalten. Ich fühle mich so richtig schlecht, denn bei der Arbeit sind wir gerade so was von unterbesetzt, aber hilft ja alles nichts. Wenn man nur das sieht, was man sehen will und sich aus allem sonst heraushält, kommt das schon mal vor, dass sich der Kopf wehrt. Dafür ist es jetzt vorbei und der Vorteil ist, dass der Hund heute weiterhin bei mir ist und nicht bei der Hundesitterin ( die allerdings eine ganz tolle ist ). Der Hund verändert sich weiterhin stetig. Da ist richtig Dynamik in seiner Entwicklung. Obwohl es mein vierter Hund ist, muss ich zugeben, dass er der Schwierigste war. Eingesperrt im Küchenwandschrank in Ostdeutschland von Frau M, die endlich letztes Jahr von der Polizei hochgenommen wurde. Die haben noch mehr Huskies ( weibliche ) gefunden, die sich Löcher im Garten gebuddelt hatten, um sich von den aggressiven Rüden zu schützen. Im Wandschrank....man sitzt in seinen eigenen Fäkalien und hört die Stimmen. Die Geschwister spielen, da er -"Welpe Nr. 3"- angeblich der einzige mit Flöhen und Würmern sei. Ich hatte gar nicht vor, einen Hund mit nach Hause zu nehmen. Vor allem hatte ich das nicht mal mit meinem ID-Media-Mitbewohner in Berlin besprochen. Er wusste nur, dass irgendwann ein Hund bei uns auftauchen würde. So habe ich mir, seit ich die Katzen bei meiner Ma abgegeben hatte , also 2004, immer wieder Würfe angesehen. Anvisiert waren immer Husky- Weibchen oder Labrador- Mädel. Auf jeden Fall stehe ich in diesem unmöglich stinkenden Haus von Frau M und bin hingerissen von Welpe Nr.5, der blauäugigen schwarz-weissen Schwester von Welpe Nr. 3. Frau M fehlen die Zähne vorne. Sie sei ♥s4- Empfängerin, würde sich nur über die Hunde finanzieren können...blablabla. Das Mädel ist mir zu schüchtern, aber trotzdem reizend, also treffe ich eine schnelle Entscheidung und möchte sie mitnehmen. In diesem Moment ist dieses Jaulen da. Ich frage die Frau, woher das kommt, denn es ist zu nah. "Das ist Welpe Nr. 3", sagt sie und macht die Tür des Wandschrankes auf. Da ist er. Welpe Nr. 3, ist es ein schwarzer Hund? Auf jeden Fall liegt er in seinen eigenen Auswürfen und ein paar Pansenstückchen mittendrin. Dann kommt die Geschichte von Flöhen und Würmern und dass sie es sich nicht leisten könne, die Tiere veterinär versorgen zu lassen. "Was werden sie dann mit ihm machen", frage ich sie...mein Kopf nimmt die Situation nicht so ganz auf, so bizarr ist die Situation. "Mir fällt eine Lösung schon ein", sagte sie zahnlos lächelnd. Ich werde selten so wütend und verzweifelt. Ich bin wütend und mir laufen gleichzeitig die Tränen, so wirkt man nicht gerade gefährlich. Ich drohe ihr mit der Polizei...sie lacht. Bis die aus Parchim ankommen, sei das alles sauber usw.. Mir bleibt nichts anderes übrig, kann nicht klar denken...Ich packe "Welpe Nr.3" am klebrig-nassen Nacken und versuche diesem Haus zu entkommen. Irgendwie scheint nun die Unmenschin panisch, folgt mir und labert irgendwas. Am Auto knuddele ich Welpe Nr. 3 in meine Picknickdecke und platziere ihn hintern dem Beihafrersitz. Frau M hat schon aufgegeben.
Wir fahren los. Ich habe mich verfahren und bin fast in Hamburg gelandet, obwohl ich damals noch in Berlin wohnte. Also nochmal 2 Stunden fahrt. Die Idee, Welpe Nr. 3 zuerst zu waschen, dann zum Tierarzt und ins Tierheim zu bringen, kommt mir plausibel vor. Da jault er von hinten. Nicht anschauen sage ich mir. Es stinkt von hinten bestialisch. Geht nicht, ich blicke runter nach hinten und Welpe Nr. 3 und ich schauen uns für Sekunden in die Augen. Liebe. Ich befürchte, dass es nichts wird mit dem Abgeben. "The Way" ertönt gerade aus dem Autoradio.
Zuhause braucht er drei Waschgänge, damit man überhaupt sieht, dass er ein schwarz- weisser Hund ist. Und süss ist er. Mein Mitbewohner kommt nach Hause ( er ist ein Katzenmensch, schlecht gelebter Wassermann-Kopfmensch mit Kontrollzwang- :) für die Esoteriker unter Euch), sieht ihn und lacht sich schlapp. "Behalte ihn doch", sagt er. Bin überrascht, dass er es so hinnimmt. Wir sitzen in der Küche und überlegen uns einen Namen. "Bela", sagt er...Tomasz...der ungarische Einfluss auf den Siberian ist unübersehbar...passt aber alles nicht. Am dritten Tag sehe ich ihn an und dann kommt es, "Laszlo". Dieser Hund kann nicht anders heissen. Mein Mitbewohner ist ebenfalls einverstanden. Die beiden mögen sich auch. Er kommt auch damit klar als peinlich sauberer Mensch, dass Laszlo -auch für Welpen unüblich- überall trotz Gassi alle 2 Stunden hinmacht und sich reinsetzt. Wir haben jeden Tag ständig geputzt und den Hund gewaschen.
Laszlo ist ganz verstört. Wenn es draussen laut wird, fängt er zu fiepen und jaulen an. Er darf nicht in mein Zimmer wegen der Flöhe. Ich habe es nicht so mit Parasiten. Sein Reich ist der Flur. Ich werfe meine Matratze nah an die Zimmertür, lasse die Tür offen. Laszlo möchte die Türschwelle überschreiten nachts, darf aber nicht. Er versteht. Ich hätte ihn so gern im Arm gehalten. Er liegt im Flur, mit dem Kopf an der Türschwelle und schaut mich an, so schlafen wir jede Nacht ein. Mir tut das alles sehr leid, aber ich komme nicht über die Kriechviecher hinweg, bis Laszlo ganz gesund ist.
Er ist sehr sehr schwierig. Wie ein Autist hat er lange Phasen, in denen er nichts aufnimmt von außen. Dann hat er Panickattacken. Von dem üblichen Hundeerziehungskram bin ich weit weg. Ich möchte, dass er sozialisiert. Egal, was andere mir sagen....es ist mir vollkommen egal. Das weiss ich alles schon. Ich muss dafür keine Bücher lesen. Eins weiss ich. Es gab Momente, in denen ich ihn an die Wand hätte klatschen können. Wenn man so mit seinen eigenen Ohnmachtsgefühlen konfrontiert wird, wie dieser Hund es bei mir getan hat. Ich sage es Euch Leute: Geduld, Liebe, Gelassenheit. Nicht negative Sanktion, nicht ständiges Unterwerfen, nicht mit Hunger erpressen, nicht mit Leckerlie. "Er wird Dich dominieren", sagte man mir. So ein Quatsch. Ist alles nicht eingetroffen. Es wird vielleicht kein Ja- Sager- Hund, aber dafür ein liebevoller. Mir war vor allem wichtig, dass er - wie alle meine Tiere- mit Kindern umgehen kann. Wenn man sich so vorstellt, dass aus ihm irgendwann ein großer, nicht- kastrierter Rüde wird.
Ich musste ihn zwischendurch immer wieder abgeben Ende 2006/ Anfang 2007 aus beruflichen Gründen und habe bemerkt, dass er dadurch nur Rückschritte macht. Also musste ich mein Berufsleben schneller umstellen als geplant. Letzendlich bekam ich auch Hilfe von außen, damit ich den Alltag mit ihm regeln kann; mein eigener Verstand schien in diesem Fall nicht gut zu funktionieren, weil ich ständig emotional mit dem Hund beschäftigt war. Laszlo hat immer noch ab und zu Autisten- und Panikphasen, wenn wir draussen sind. Er liess meine Nähe bis vor kurzem nicht zu, wenn er sich ausgeklinkt hat. Bis Mittwoch. Es ist irgendetwas passiert. Laszlo hat sich aus dieser Phase von mir herausholen lassen. Ich freue mich so.
Vielleicht weiss seine Hundeseele , dass er jederzeit gehen darf zu wem er auch will, aber dass ich ihn niemals einfach so verlassen würde.
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mit Übelkeit hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr. Heute Morgen kam ich nicht aus dem Bett heraus, so schlimm war es. Hausmittelchen helfen ja besser als Tabletten. So mussten wieder Tiger Balm & Co herhalten. Ich fühle mich so richtig schlecht, denn bei der Arbeit sind wir gerade so was von unterbesetzt, aber hilft ja alles nichts. Wenn man nur das sieht, was man sehen will und sich aus allem sonst heraushält, kommt das schon mal vor, dass sich der Kopf wehrt. Dafür ist es jetzt vorbei und der Vorteil ist, dass der Hund heute weiterhin bei mir ist und nicht bei der Hundesitterin ( die allerdings eine ganz tolle ist ). Der Hund verändert sich weiterhin stetig. Da ist richtig Dynamik in seiner Entwicklung. Obwohl es mein vierter Hund ist, muss ich zugeben, dass er der Schwierigste war. Eingesperrt im Küchenwandschrank in Ostdeutschland von Frau M, die endlich letztes Jahr von der Polizei hochgenommen wurde. Die haben noch mehr Huskies ( weibliche ) gefunden, die sich Löcher im Garten gebuddelt hatten, um sich von den aggressiven Rüden zu schützen. Im Wandschrank....man sitzt in seinen eigenen Fäkalien und hört die Stimmen. Die Geschwister spielen, da er -"Welpe Nr. 3"- angeblich der einzige mit Flöhen und Würmern sei. Ich hatte gar nicht vor, einen Hund mit nach Hause zu nehmen. Vor allem hatte ich das nicht mal mit meinem ID-Media-Mitbewohner in Berlin besprochen. Er wusste nur, dass irgendwann ein Hund bei uns auftauchen würde. So habe ich mir, seit ich die Katzen bei meiner Ma abgegeben hatte , also 2004, immer wieder Würfe angesehen. Anvisiert waren immer Husky- Weibchen oder Labrador- Mädel. Auf jeden Fall stehe ich in diesem unmöglich stinkenden Haus von Frau M und bin hingerissen von Welpe Nr.5, der blauäugigen schwarz-weissen Schwester von Welpe Nr. 3. Frau M fehlen die Zähne vorne. Sie sei ♥s4- Empfängerin, würde sich nur über die Hunde finanzieren können...blablabla. Das Mädel ist mir zu schüchtern, aber trotzdem reizend, also treffe ich eine schnelle Entscheidung und möchte sie mitnehmen. In diesem Moment ist dieses Jaulen da. Ich frage die Frau, woher das kommt, denn es ist zu nah. "Das ist Welpe Nr. 3", sagt sie und macht die Tür des Wandschrankes auf. Da ist er. Welpe Nr. 3, ist es ein schwarzer Hund? Auf jeden Fall liegt er in seinen eigenen Auswürfen und ein paar Pansenstückchen mittendrin. Dann kommt die Geschichte von Flöhen und Würmern und dass sie es sich nicht leisten könne, die Tiere veterinär versorgen zu lassen. "Was werden sie dann mit ihm machen", frage ich sie...mein Kopf nimmt die Situation nicht so ganz auf, so bizarr ist die Situation. "Mir fällt eine Lösung schon ein", sagte sie zahnlos lächelnd. Ich werde selten so wütend und verzweifelt. Ich bin wütend und mir laufen gleichzeitig die Tränen, so wirkt man nicht gerade gefährlich. Ich drohe ihr mit der Polizei...sie lacht. Bis die aus Parchim ankommen, sei das alles sauber usw.. Mir bleibt nichts anderes übrig, kann nicht klar denken...Ich packe "Welpe Nr.3" am klebrig-nassen Nacken und versuche diesem Haus zu entkommen. Irgendwie scheint nun die Unmenschin panisch, folgt mir und labert irgendwas. Am Auto knuddele ich Welpe Nr. 3 in meine Picknickdecke und platziere ihn hintern dem Beihafrersitz. Frau M hat schon aufgegeben.
Wir fahren los. Ich habe mich verfahren und bin fast in Hamburg gelandet, obwohl ich damals noch in Berlin wohnte. Also nochmal 2 Stunden fahrt. Die Idee, Welpe Nr. 3 zuerst zu waschen, dann zum Tierarzt und ins Tierheim zu bringen, kommt mir plausibel vor. Da jault er von hinten. Nicht anschauen sage ich mir. Es stinkt von hinten bestialisch. Geht nicht, ich blicke runter nach hinten und Welpe Nr. 3 und ich schauen uns für Sekunden in die Augen. Liebe. Ich befürchte, dass es nichts wird mit dem Abgeben. "The Way" ertönt gerade aus dem Autoradio.
Zuhause braucht er drei Waschgänge, damit man überhaupt sieht, dass er ein schwarz- weisser Hund ist. Und süss ist er. Mein Mitbewohner kommt nach Hause ( er ist ein Katzenmensch, schlecht gelebter Wassermann-Kopfmensch mit Kontrollzwang- :) für die Esoteriker unter Euch), sieht ihn und lacht sich schlapp. "Behalte ihn doch", sagt er. Bin überrascht, dass er es so hinnimmt. Wir sitzen in der Küche und überlegen uns einen Namen. "Bela", sagt er...Tomasz...der ungarische Einfluss auf den Siberian ist unübersehbar...passt aber alles nicht. Am dritten Tag sehe ich ihn an und dann kommt es, "Laszlo". Dieser Hund kann nicht anders heissen. Mein Mitbewohner ist ebenfalls einverstanden. Die beiden mögen sich auch. Er kommt auch damit klar als peinlich sauberer Mensch, dass Laszlo -auch für Welpen unüblich- überall trotz Gassi alle 2 Stunden hinmacht und sich reinsetzt. Wir haben jeden Tag ständig geputzt und den Hund gewaschen.
Laszlo ist ganz verstört. Wenn es draussen laut wird, fängt er zu fiepen und jaulen an. Er darf nicht in mein Zimmer wegen der Flöhe. Ich habe es nicht so mit Parasiten. Sein Reich ist der Flur. Ich werfe meine Matratze nah an die Zimmertür, lasse die Tür offen. Laszlo möchte die Türschwelle überschreiten nachts, darf aber nicht. Er versteht. Ich hätte ihn so gern im Arm gehalten. Er liegt im Flur, mit dem Kopf an der Türschwelle und schaut mich an, so schlafen wir jede Nacht ein. Mir tut das alles sehr leid, aber ich komme nicht über die Kriechviecher hinweg, bis Laszlo ganz gesund ist.
Er ist sehr sehr schwierig. Wie ein Autist hat er lange Phasen, in denen er nichts aufnimmt von außen. Dann hat er Panickattacken. Von dem üblichen Hundeerziehungskram bin ich weit weg. Ich möchte, dass er sozialisiert. Egal, was andere mir sagen....es ist mir vollkommen egal. Das weiss ich alles schon. Ich muss dafür keine Bücher lesen. Eins weiss ich. Es gab Momente, in denen ich ihn an die Wand hätte klatschen können. Wenn man so mit seinen eigenen Ohnmachtsgefühlen konfrontiert wird, wie dieser Hund es bei mir getan hat. Ich sage es Euch Leute: Geduld, Liebe, Gelassenheit. Nicht negative Sanktion, nicht ständiges Unterwerfen, nicht mit Hunger erpressen, nicht mit Leckerlie. "Er wird Dich dominieren", sagte man mir. So ein Quatsch. Ist alles nicht eingetroffen. Es wird vielleicht kein Ja- Sager- Hund, aber dafür ein liebevoller. Mir war vor allem wichtig, dass er - wie alle meine Tiere- mit Kindern umgehen kann. Wenn man sich so vorstellt, dass aus ihm irgendwann ein großer, nicht- kastrierter Rüde wird.
Ich musste ihn zwischendurch immer wieder abgeben Ende 2006/ Anfang 2007 aus beruflichen Gründen und habe bemerkt, dass er dadurch nur Rückschritte macht. Also musste ich mein Berufsleben schneller umstellen als geplant. Letzendlich bekam ich auch Hilfe von außen, damit ich den Alltag mit ihm regeln kann; mein eigener Verstand schien in diesem Fall nicht gut zu funktionieren, weil ich ständig emotional mit dem Hund beschäftigt war. Laszlo hat immer noch ab und zu Autisten- und Panikphasen, wenn wir draussen sind. Er liess meine Nähe bis vor kurzem nicht zu, wenn er sich ausgeklinkt hat. Bis Mittwoch. Es ist irgendetwas passiert. Laszlo hat sich aus dieser Phase von mir herausholen lassen. Ich freue mich so.
Vielleicht weiss seine Hundeseele , dass er jederzeit gehen darf zu wem er auch will, aber dass ich ihn niemals einfach so verlassen würde.
Mittwoch, 16. Juli 2008
Kleiner Prinz, was nun?
Ich stelle gerne periodisch meine eigenen Ansichten in Frage. Das führt häufig zu neuen Einsichten. Manchmal bleiben aber auch die alten. Nicht so bei einem meiner Lieblingsbücher aus der Kindheit. "Der Kleine Prinz" von Antoine de Saint- Exupéry. Als man mir vor ca. einem Jahr verkündet hat, ich könne keine Kinder bekommen, habe ich mich vom großen Teil meiner Kinderbücher, die ich für meinen Nachwuchs aufbewahrt hatte, getrennt. Ich habe alte Bücher aus den 60ern und 70ern, die meinen Eltern gehört haben, an die Kinder meiner Freunde und Bekannte verschenkt, da ich mich mit einer lebenslangen Kinderlosigkeit abgefunden hatte. Die, die mich kennen, wissen nun, dass man Ärzten nie 100 Prozent glauben sollte:), auch wenn ich selbst eine bin. Tja die Zwillinge haben leider auch nicht überlebt, aber es hat mich dazu gebracht, das Kinderthema nochmal umfassend zu überdenken/überfühlen.
Der Kleine Prinz, einer meiner Helden, ist es heute leider nicht mehr. Ich habe vorletzte Woche das Buch noch mal gekauft und gelesen. Ich finde die Geschichte immer noch wunderbar. Schon als Kind hatte es meine Vorstellung von Leben und Sterben so geprägt, dass ich gar nicht mehr an einen omnipotenten Gott glauben konnte. Ich habe an die Sterne geglaubt und dass es wirklich Zwinkern von einem anderen Stern ist, wenn man hoch schaut und Gestirne blinzeln. Auch wenn Großvater mir das mit den Lichtjahren, dem Urknall, der Lichtgeschwindigkeit und atmosphärischer Brechung erklärt hat. Die Vorstellung, dass da oben ein anderes Wesen zwinkert, weil er mitbekommt, dass man hochguckt....wen interessiert da noch Physik? Ich habe auch zurückgeblinzelt. So ganz unter uns, ich tue es heute immer noch:).
Der Kleine Prinz sagt aber auch anderes. Vor allem über andere. Er begegnet dem Herrscher und dem Säufer auf deren Planeten und wertet diese. Die einzige Figur, die er gerade mal so wertschätzen kann, ist der Lampenmann, der ja irgendwie eine Aufgabe hat. Lampe anzünden, wenn es dunkel wird, Lampe ausmachen, wenn es hell wird. Ich werde meinen Kindern (falls ich je wieder das Glück haben sollte) dieses Buch nicht einfach so in die Hand drücken. Die Aussage, dass man eine Funktion erfüllt, damit ein Kleiner Prinz einen wertschätzt, könnte sich nämlich suggestiv bei den jungen Seelen festsetzen. Die Frage, dass die Aufgabenstellung des Lampenmannes stupide sein könnte, wird nicht berührt. Das wäre natürlich die Aufgabe der Eltern. Und natürlich auch, dass Wertung zu nichts führt, sondern Verständnis eines jeden in seinem jeweiligen Universum. Man kann sich ja trotzdem von unpassenden Menschen distanzieren. "Man sieht nur mit dem Herzen gut", sagt der Fuchs. Er hat vollkommen recht. Aber stimmt es, dass man nur etwas lieben kann, was einen braucht oder woran man sich allmählich gewöhnt, gegenseitig Verantwortung lernt? Ich kann mich damit nicht anfreunden. Haben wir es beim Fuchs mit einer Nähe- Distanz- Störung zu tun, vermutlich auch beim Kleinen Prinzen, der nur so wieder zu seiner Rose zurückfindet?
Wie schade, ich muss den Kleinen Prinzen von meinem persönlichen absoluten Sockel herunter holen. Ich finde das Buch immer noch wunderbar, aber ich kann der Gesamtaussage nicht mehr meine grenzenlose Bewunderung entgegenbringen, weil es eben auch ein Buch für Kinder ist.
Schluchz.
Der Kleine Prinz, einer meiner Helden, ist es heute leider nicht mehr. Ich habe vorletzte Woche das Buch noch mal gekauft und gelesen. Ich finde die Geschichte immer noch wunderbar. Schon als Kind hatte es meine Vorstellung von Leben und Sterben so geprägt, dass ich gar nicht mehr an einen omnipotenten Gott glauben konnte. Ich habe an die Sterne geglaubt und dass es wirklich Zwinkern von einem anderen Stern ist, wenn man hoch schaut und Gestirne blinzeln. Auch wenn Großvater mir das mit den Lichtjahren, dem Urknall, der Lichtgeschwindigkeit und atmosphärischer Brechung erklärt hat. Die Vorstellung, dass da oben ein anderes Wesen zwinkert, weil er mitbekommt, dass man hochguckt....wen interessiert da noch Physik? Ich habe auch zurückgeblinzelt. So ganz unter uns, ich tue es heute immer noch:).
Der Kleine Prinz sagt aber auch anderes. Vor allem über andere. Er begegnet dem Herrscher und dem Säufer auf deren Planeten und wertet diese. Die einzige Figur, die er gerade mal so wertschätzen kann, ist der Lampenmann, der ja irgendwie eine Aufgabe hat. Lampe anzünden, wenn es dunkel wird, Lampe ausmachen, wenn es hell wird. Ich werde meinen Kindern (falls ich je wieder das Glück haben sollte) dieses Buch nicht einfach so in die Hand drücken. Die Aussage, dass man eine Funktion erfüllt, damit ein Kleiner Prinz einen wertschätzt, könnte sich nämlich suggestiv bei den jungen Seelen festsetzen. Die Frage, dass die Aufgabenstellung des Lampenmannes stupide sein könnte, wird nicht berührt. Das wäre natürlich die Aufgabe der Eltern. Und natürlich auch, dass Wertung zu nichts führt, sondern Verständnis eines jeden in seinem jeweiligen Universum. Man kann sich ja trotzdem von unpassenden Menschen distanzieren. "Man sieht nur mit dem Herzen gut", sagt der Fuchs. Er hat vollkommen recht. Aber stimmt es, dass man nur etwas lieben kann, was einen braucht oder woran man sich allmählich gewöhnt, gegenseitig Verantwortung lernt? Ich kann mich damit nicht anfreunden. Haben wir es beim Fuchs mit einer Nähe- Distanz- Störung zu tun, vermutlich auch beim Kleinen Prinzen, der nur so wieder zu seiner Rose zurückfindet?
Wie schade, ich muss den Kleinen Prinzen von meinem persönlichen absoluten Sockel herunter holen. Ich finde das Buch immer noch wunderbar, aber ich kann der Gesamtaussage nicht mehr meine grenzenlose Bewunderung entgegenbringen, weil es eben auch ein Buch für Kinder ist.
Schluchz.
Dienstag, 8. Juli 2008
La Femme D’Aujourdhui
Ein Bekannter aus Köln, der sich nicht so recht von seiner Ex lösen konnte, hatte mir mal so aufgelistet, was er gut und schlecht an ihr findet. (Wem’s hilft). Unter anderem fiel der Satz „Sie achtet beim Autokauf darauf, dass es einen guten Getränkehalter gibt. Das ist ihr Hauptkriterium. Das finde ich toll.“ Bei mir haben bei diesem Satz sämtliche Alarmglocken geläutet. Aha. Er und ich hatten auch schon diverse Male diskutiert, ob es eine Synchronizität zwischen Auto- und Partnerwahl gibt. Wenn man davon ausgeht:
Also Frau sucht sich ein Auto aus, was einen gut erreichbaren Getränkehalter hat. Was sagt das dann bitte über ihr Männerbild aus? Da ich ja ein sub
jektiver Mensch bin, habe ich mich erstmal gefragt, warum ich mein Auto ausgewählt habe. Zunächst zum Äußeren: Mein Auto hat schöne , große und freundlich einladende Augen ( Scheinwerfer). Es ist nicht mehr das jüngste Gefährt ( ca. 193 TKM) , aber sein Herz ist stark und wird von mir regelmäßig gepflegt ( Ölwechsel). Der Wagen hat ein eher unauffällig- elegantes silberfarbenes Kleid, aber auch die versteckte Kraft eines Bullen ( Turbolader). Er hat nun Kratzer und paar kleine Beulen ( danke Berliner Sozia
lneidler, das ist nicht mal ne Luxuskarosse ). Keine technische Vollausstattung. Und er macht Darmgeräusche, weil er auch eine Schraube locker hat:), die im Kat scheppert. Ich bilde mir sogar ein, dass er den Weg nach Hause mittlerweile ganz alleine findet. Auf jeden Fall ist es Liebe, gegenseitig. Wir haben halb Europa zusammen gemeistert. Und er ist schön groß, so was wie ein ausgelagertes Zimmer. Ich bin extra damals nac
h Italien gefahren, um dieses Auto zu holen, da er in Deutschland zu teuer ist. Italiener mögen diese Marke nicht. Getränkehalter? Könnte man anbringen. Es gibt zwei Flaschenmulden zwischen den vorderen Sitzen, die nicht so gut erreichbar sind, ohne dass man Gefahr läuft, etwas zu verschütten. Aber noch mal: Getränkehalter als Kriterium? Also etwas, was Deine überschüssige Last tragen soll? Man kann sich notfalls das Getränk auch zwischen die Beine klemmen. Hat Mann keine andere „Funktion“, als Dir Samen zu spenden, Deine überschüssige Last aufzufangen, während Du den Spagat zwischen Familie, Karrieregeilheit und Freizeit meistern willst? Soll es das bedeuten? Der Getränkehalter? Einmal vice versa: Haben sich Frauen nicht genau aus diesen Gründen emanzipiert? Und jetzt? Jetzt behandelt man Männer genau so, wie sie Frauen behandelt haben? Und
fragt sich: Was sind das denn für Weicheier, die Jungs von heute? Kein Wunder.

Ach, ich könnte jetzt stundenlang weitererzählen; warum z.B. Männer sich auf so etwas einlassen, aber wieso?
Montag, 7. Juli 2008
Das AS

Das AS gehört zu den Stadtgesichtern Hamburgs, die einem jederzeit und unverhofft über den Weg laufen können. Er ist DER Meister der Akquise der ersten Phase. Verkaufen und vermitteln kann er alles...Autos, Holz, Hunde, Träume u.v.m. Unser Team aus dem Grundkurs 'Hobbypsychologie und Straßenjournalismus' vom Gymnasium Freiherr- vom- Stein ( FvS ) hat sich ob seiner gefragten Astralperson und seiner Berühmtheit um ein Interview mit Herrn AS bemüht und wider Erwarten hatte dieser wirklich spontan Zeit für uns mit der einzigen Bedingung, das wir ihn vom Altonaer Bahnhof abholen.
Ein Café in Ottensen, Orangensaft und Tee, das Diktiergerät und der Fotoapparat. Davor haben wir uns durch den afrikanischen Basar gekämpft:

Herr AS wirkt zufrieden, zeitweise abgelenkt und mal auch verspannt und dann wieder ganz bei sich. Anstatt ein Portrait eines Profi- Kaltakquisiteurs zu zeichnen, haben wir gemeinsam beschlossen, ein Interview auf der freien Basis der Seelenassoziation zu führen, auch wenn die Fragen zunächst banal erscheinen mögen....
FvS
Herr AS, gibt es ein einzelnes Ereignis in Ihrer Kindheit, was Sie zu dem gemacht hat, was Sie heute sind?
AS:
Ein ganz gravierendes Ereignis. Das war 1986, ich bin mit meinen Freunden nach Wolfsburg gefahren zu einem Halfpipe. Wir wollten Skateboard fahren und wir sind auf einen sehr hohen Berg gefahren. Ich bin mit einem fremdem Skateboard downhill gefahren und ich war zu schwer. Derjenige, dem das Skateboard gehörte, hatte die Lenkung sehr weich eingestellt. Und dann bin ich ins Wanken gekommen, mir kam ein Auto entgegen. Ich hatte dann vor, in den Straßengraben zu fahren und mich einfach ins Gras fallen zu lassen, um meinen Sturz abzudämpfen. Was ich dabei nicht beachtet habe, war, dass es am Straßenrand Schotter gab und so rutschte mir das Brett unter den Füßen weg und ich fiel auf den Hinterkopf und verlor mein Gedächtnis. Danach war mir alles fremd und ich bin in der Schule sitzen geblieben, weil ich nicht mehr wusste, wo ich überhaupt bin. Ich bin auch Zuhause nicht mehr klargekommen, weil ich nicht mehr wusste, wo das Klo ist und was und wo meine Sachen waren und was ich gerne mochte. Ich kann mich überhaupt an gar nichts erinnern. Ich denke, das war das entscheidendste Ereignis meiner Kindheit. Das war vor zwanzig Jahren, also bin ich jetzt immer noch so infantil wie ein Zwanzigjähriger.
FvS:
Jedoch scheinen Sie ja Ihre Energien irgendwie kanalisiert zu haben. Gab es einen Idol oder reale Führungspersonen in Ihrer Laufbahn, von denen Sie in ihrem Werdegang immense Unterstützung erfahren haben?
AS:
Leider hatte ich keinen Mentor und sonst auch niemanden, der mich besonders unterstützt hat. Aber dass mich keiner unterstützt hat, hat mich enorm unterstützt, weil mich das angespornt hat, gut zu sein und die Anerkennung und die Beachtung anderer Menschen zu bekommen. Ich bin sehr stark in mich selbst verliebt und würde mich auch gerne selbst heiraten, jedoch ist das juristisch noch nicht möglich. Zumindest nicht Hier und Jetzt, ähm...Ich habe mich früher für den hässlichsten Menschen der Welt gehalten, bis ein Freund meines Bruders sich meiner Person erbarmte und mit mir eine Fotosession machte. Die Fotos sind sehr viel besser geworden als meine Erwartungen und danach habe ich mich für den hübschesten Menschen der Welt gehalten. Das war sicher auch ein Schlüsselerlebnis. Jedoch einen Mentor im klassischen Sinne oder jemand, der mir als Vorbild oder Idol diente, gab es eigentlich nicht, weil ich nach wie vor der Ansicht bin, dass man alles erreichen kann, was man erreichen möchte. Auch ohne dabei auf den Unterstützung anderer angewiesen zu sein.
FvS:
Danke schön. Normalerweise haben Menschen mit Ihrem Background die Angewohnheit, andere nicht weiter zu unterstützen oder diesen nicht wirklich zugetan zu sein, um ebenfalls als ein Idol nicht zu funktionieren. Haben Sie solche Neigungen an sich entdeckt?
AS:
Ja also, ich sehe mich da massiv als ausgleichendes Element des Universums, weil mir sehr viel gegeben worden ist und ich praktisch nie selber irgendwelche Probleme hatte. Ich suche mir immer Probleme oder suche mir Leute – z. B. welche, die ein Elternteil verloren haben oder die mit Gesetz im Konflikt leben oder Betäubungsmitteln sehr zugetan sind oder andere Herausforderungen haben, an denen diese Leute zu zerbrechen drohen-. Ich habe zum Beispiel in den letzten zwei Wochen zwei Diplomarbeiten geschrieben und kümmere mich auch sehr stark um Leute, die im Begriff sind, sich praktisch aus sich selber heraus neu zu formieren, jedoch aus gewissen Gründen begrenzte Handlungsfähigkeit haben. Ähm, es gibt mir vielleicht auch etwas zurück, indem ich sehe, dass das , was ich selber nicht abgeschlossen habe, durchaus für andere möglich ist, abzuschließen. So eine Art Helfersyndrom.
FvS:
Dank an Sie, dass Sie uns private Unterlagen aus Ihrem Leben zur Verfügung stellen wie diese Postkarte von Ihrer Mutter an Sie. Hätten Sie Lust, mehr über diese Dame zu erzählen?
AS:
Nein, nein, die Firma war so frei, das in die Hand zu nehmen und ich begrüße das auch. Und ich stelle in letzter Zeit fest, dass ich meinem Vater immer ähnlicher werde.
FvS:
Sie stellen also fest, dass Sie Ihrem Vater ähnlicher werden. Sie haben vor 15 Minuten ebenfalls erwähnt, dass Sie sich am liebsten auch selbst heiraten würden, weil Sie in sich selbst verliebt seien. Könnte es bei dieser Konstellation zu Überschneidungen und schweren Konflikten zwischen Ihrer Person und Ihrem Alter Ego, der Ihrem Vater immer ähnlicher wird, kommen? Oder sind Sie auch in Ihren Vater verliebt? Ist Ihr innerer Dialog mit sich selbst ebenso kritisch wie jener innerer mit Ihrem Vater?
AS:
Ich bin nie im Leben in meinen Vater verliebt. Das ist nur ein Teil der Wahrheit, die sich gerade mit Erschrecken feststellen lässt....Will ich mich selber deswegen heiraten, damit sämtliche Frauen auf dieser Welt davor verschont bleiben, mit mir verheiratet zu sein? Es ist sicher kein Zuckerschlecken, mit mir verheiratet zu sein. Also, ich komme mir zwar sehr süß vor, bin aber, das habe ich nachhaltig festgestellt, nicht selber aus Zucker, weil ich sehr oft in den Regen gehe und obwohl ich den Regen massiv auf dem Kopf spüre und trotzdem nicht abnehme. Wenn ich aus Zucker wäre, wäre das der Fall. Auf der anderen Seite sehe in ungleichmäßigem, ja temperaturschwankendem Regen eine fantastische Massage. Eine Zeit lang bin wirklich zum Frisör gegangen, damit mich überhaupt jemand anfasst. Ich kann diese Tarnung des Frisörs nicht mehr benutzen, um mich anfassen zu lassen, weil ich keine Haare mehr habe. Ähm, ich werde andere Mittel und Wege finden und mich vielleicht einfach als Masseurminister bewerben. Ich habe in Berlin eine Frau kennen gelernt, die sehr viele ajurvedische Techniken beherrscht und unbedingt Probanden sucht, um zu prüfen, wie gut sie wirklich darin ist. Das ist aber gleichzeitig die Frau eines sehr eifersüchtigen und besitzergreifenden Mannes, den ich kenne und der meint, mich zu kennen, was das ganze Unterfangen als schwierig aber auch als interessant gestaltet.
FvS:
Nochmal die Frage, ob sich Ihre „bessere Hälfte“- Funktion mit dem Stellenwert Ihres Vaters in Ihrem leben überschneidet...
AS:
Mmm, alles Wehren hat in diesem Falle keinen Zweck, weil es offensichtlich ist und es wäre dumm und einfältig, das Offensichtliche zu verleugnen. Mein Vater gibt überhaupt keine Kommentare über sich ab. Heute zum Beispiel sagte er mir, ich hätte gestern ( Anm. der Red.: Das AS kommt gerade von einer Familienfeier aus dem Süden ) alle Leute, die dort anwesend waren, verwirrt. Tatsache ist aber, das ich mit niemandem geredet habe, er dagegen zu viel getrunken hat, was ich ihm knallhart an den Kopf warf. Und ich denke, das könnte ihn beleidigen und verletzen, aber wird an seinem Handeln nichts verändern und genau da bin ich wieder am Ursprung meiner These: ich weiss, was richtig ist und habe die letzten Jahre konsequent damit verbracht, eben nicht das Richtige zu tun. Ich habe sehr viel aus Trotz gehandelt und aus dem Wahnsinn heraus, aus Fatalismus und aus , ja, Debilität. Aber inzwischen bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich denke, es könnte auch mal richtig sein, das Richtige zu tun, indem man weiss, dass es das Richtige ist.
FvS:
Das weist auf gespaltene Positionen hin, Herr AS...
AS:
Meine Position ist eigentlich eindeutig. Denn meine Position ist es, gar keine zu haben. Ich bin vom chinesischen Sternkreiszeichen her Hund, also treudoof; d.h. wenn man mich schlägt oder wegtritt, werde ich immer wieder zurückkommen. Es zieht mich praktisch magisch zurück. Zudem bin ganz stark vom Waage- Sein geprägt. Das bedeutet, immer wenn ich ein Pro sehe, denke ich auch an das Kontra und immer wenn ich ein Kontra höre, denke ich auch an das Pro. Ich bin also im genau an dem Scheitelpunkt einer Waage- Konstellation und absolut unfähig, eine Entscheidung zu fällen. Das heisst zum Einen, dass ich im allen Negativen etwas Gutes sehen kann. Wenn zum Beispiel bei mir eingebrochen wird, freue ich mich und sage „Mein Gott, immer hatte ich Angst davor, dass jemand in meine Intimsphäre eindringt. Jetzt ist es endlich passiert und ich lebe immer noch. Endlich ist es passiert, na Gott sei Dank.“ Aber auf der anderen Seite ist es auch so, dass ich mich über nichts freuen kann. Denn egal worüber ich mich auch freue, sehe ich die andere Waagschale und ich bin dazu verdammt in meinem Zentrum, in diesen beiden Waagschalen zu stehen. Komme ich hinein in einen Raum, in dem eine extrem gute Laune herrscht und übertriebene Albernheit, so macht mich das wütend, aggressiv und traurig. Komme ich in einen Raum hinein, wo gerade jemand zu Tode getragen worden ist, zu Grabe beispielsweise als in Folge von Tod, dann keimt in mir eine unglaubliche Freude auf und ich habe den Drang, alle Leute mit Witzen oder mit lustigem Spaß zu infiltrieren, weil ich immer so eine Art ausgleichendes Element bin. Also es ist so, dass ich immer eine Flut erwischen werde, wenn ich eine Wattwanderung machen möchte und immer wenn ich jemandem die Nordsee zeigen wollte, nichts da wäre ausser Schlamm. Egal, wie dem auch sei, es gilt für mich dasselbe. Das bedingt eben das Waage- Sein.
FvS:
Interessante Spur von der Vaterfigur zum Waage- Sein. Eher ein großer Katzensprung. Na gut, was ist denn Ihr Aszendent?
AS:
Mein Aszendent, das ist ja das Fatale, ist leider nicht Steinbock, was ich die ganze Zeit geglaubt habe. Ich habe dazu von einer erfahrenen Astrologin hier in Hamburg nur ein Hände- über- dem- Kopf- Zusammenklatschen geerntet. Ausgerechnet an meinem Geburtstag, als sie sang und lachte und mit einem Schifferklavier durch ihre Wohnung sprang, was mir eine unglaubliche Freude bereitete – ihre Tochter war leider schizophren und hat versucht, mich in den Wahnsinn zu treiben. Jedoch war ihr Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt, weil ich zuvor schon wahnsinnig gewesen bin- ...wie sich dann herausstellte, ist mein Aszendent überhaupt nicht Steinbock, sondern Schütze.
FvS:
Empfinden Sie das als ein schweres Los?
AS:
Jaa, ich habe dann einen Mann kennen gelernt, weil ich mit seiner Frau seit sechs Jahren eine Affäre unterhalte. Ich kam an ihm nicht vorbei, obwohl er sehr schmal ist. Er hat dann ein professionelles Horoskop von mir erstellt, welches zwei Wege für mein Leben aufzeigt. Falls ich den einen Weg wähle, werde ich ein weiser Eremit und werde einsam in einer Höhle enden und viele Leute werden sich von mir einen Rat holen. Wenn ich das andere Schicksal wähle, werde ich einsam und verlassen in einer Höhle leben als ein dummer und alberner Schwätzer. Also, wie es auch ausgeht, ich werde immer allein sein.
FvS:
Sie haben von ca. 10 Minuten erwähnt, dass Sie unfähig sind, eine Entscheidung zu fällen. Könnten Sie sich denn für den einen oder anderen Weg überhaupt entscheiden?
AS
Nein, das ist letztendlich das Schicksal, was einen Weg für mich aussucht. Beide Optionen stehen mir offen, aber es ist eben von vornherein bestimmt, dass eine von beiden Alternativen sich für mich erfüllt.
FvS:
Nochmal zu der Frage:-). Das Horoskop zeigt nur zwei Wege und Sie haben 'wählen' gesagt, jedoch nichts davon in diesem Zusammenhang, dass das Schicksal einen von beiden für Sie aussuchen wird. Also, werden Sie fähig sein, sich zu der einen oder anderen Seite hingezogen zu fühlen?
AS:
Ich glaube, dass, wenn man plant, ein weiser Eremit zu werden, man sehr schnell Gefahr läuft, ein alberner Schwätzer zu werden. Und wenn man plant ein alberner Schwätzer zu werden, könnte man dabei klammheimlich versuchen, zum weisen Eremiten zu werden. Wobei dann der Versuch sowieso zum kläglichen Scheitern verdammt ist; insofern lasse ich es einfach auf mich zukommen und versuche gar nicht, ein weiser Eremit zu werden und werde dann vielleicht, wenn ich sehr viel Glück habe, aus dem Verlangen heraus, ein alberner Schwätzer zu werden, doch der weise Eremit. Das wäre so was wie ein Beispiel sich selbst erfüllender Prophezeiung.
FvS:
Herr AS, ihr eingehendes Spielen mit dem Honig seit einer halben Stunde lässt vielleicht darauf schliessen, dass Sie sich eventuell doch für eine Zeit lang auf irgendwas konzentrieren können. Wie kommt es laut einer ihrer Freunde zu der Verdachtsdiagnose eines Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätssyndroms?
AS:
Es ist nicht ADHS, was mich zeichnet. Es ist etwas anderes...und zwar...ist es...ich habe ein Buch geschenkt bekommen und habe es leider nicht gelesen...ähm, ich glaube, es ist die Unfähigkeit, sich auf etwas konzentrieren zu können. Tatsache ist, dass ich in diesem Moment gar nicht konzentriert bin, sondern ferngesteuert. Weil ich so erzogen bin, dass man keinerlei Lebensmittel wegwerfen darf. Als Kind hatte ich eine Pergamenthaut und im fünften Lebensjahr war ich so leicht wie ein Dreijähriger, weil ich nie was gegessen habe. Und wenn ich was gegessen habe, dann nur meinen Eltern zuliebe; ich habe es hinterher wieder erbrochen. Wenn ich Lebensmittel Zuhause nicht gegessen habe, ist meine Mutter mir mit diesem Lebensmitteln hinterhergerannt. Auch zu Freunden und hat bei denen geklingelt und mich genötigt, die Sachen zu essen. Deswegen schmeisse ich nie Lebensmittel weg. Wenn ich mit Freunden essen gehe, multipliziert sich das Ganze. Das bedeutet, dass ich nicht nur mein eigenes Essen aufesse, sondern auch deren Essen aufesse, falls sie ihr Essen nicht aufessen, was dazu geführt hat, dass ich in kurzer Zeit über mein Idealgewicht hinausgeschossen bin. Jetzt zurück zur ADHS- Diagnose...ich glaube, ähm, „notorisch zerstreut“ trifft es besser als ein ADS im klassischen Sinne.
FvS:
Also notorisch zerstreut, kein ADS. Aha.
Geschlossene Frage, bitte mit einem Satz beantworten. Herr AS, sind Sie ein echter Kenner Ihrer Selbst?
AS:
Auf gar keinen Fall, ich bin wie ein Marathonläufer. Ein Marathonläufer, der beste unbezahlte Schauspieler der Welt, auf der Flucht vor sich selbst...
FvS:
Sie denken also über sich, dass Sie ein verkanntes Genie sind oder verstehe ich das falsch? Halten Sie Ihr Gegenüber generell für einfältig?
AS:
Nein, warum, Denken ist nichts, was ich im Bereich meiner Stärken einordnen würde. Und nein, seien Sie sich sicher, Fr. Dr. Z., dass Sie über jeden Zweifel erhaben sind, selbst wenn Sie Sex mit einem Geldautomaten hätten, ich würde darüber nicht urteilen. Ob jetzt Freund oder Feind, es sollte sich eigentlich andersherum verhalten. So, dass ich das respektieren sollte, wenn irgendeiner meiner Freunde für irgendjemand etwas empfindet und ich das Ganze dann als Tabu betrachten sollte. Deswegen bevorzuge ich diese platonische Ebene.
FvS:
Herzlichen Dank, Sie bringen mich da grad auf die Idee, einen zukunftsträchtigen Geldautomaten zu bauen, mit dem auch Frauen Sex haben könnten und nicht nur anscheinend Männer.
Herr AS. Jetzt wieder zum banalpsychologischen Teil; sagen Sie bitte 5 weitere Begriffe, die abstarkt oder konkret sein können für das AUTO:
AS:
Kutsche, Schleuder, Kiste, japanische Reisrakete, Heizölferrari.
FvS:
Danke, ich hätte jetzt gerne 5 abstrakte Begriffe für das Wort AUTO.
AS:
Sex, Macht, Geld, Statussymbol, Freiheit
FvS:
Danke. Und jetzt 5 Begriffe, mit dem Sie SEX assoziieren.
AS:
Eine grüne Wiese, Geborgenheit, Wärme, Zeitlosigkeit, Verschmelzung.
FvS:
Danke schön. Bitte jetzt 5 abstrakte Begriffe, mit denen Sie ZEITLOSIGKEIT assoziieren.
AS:
Ausgeglichenheit, Ausgewogenheit, Einssein mit dem Universum, Stillstand, sphärisches Schweben.
FvS:
Bitte nun 5 Begriffe in Assoziation mit STILLSTAND.
AS:
Ruhe, Verharrung, Erstarren, Gefriergetrocknetsein - also eingefroren sein ohne Kälte zu empfinden-
kosmisches Gleichgewicht.
FvS:
Danke schön, ich hätte jetzt gerne 5 weitere Assoziationen für UNIVERSUM.
AS:
Seifenblase........Gestirne....... Kosmos,...Gefüge, Welt.
FvS:
Und nun für GEFÜGE.
AS:
Konstellation, geordnetes System, Ordnung........................ gottgeschaffene Fügung, Mobilé
FvS:
Und fünf für MACHT
AS:
Verantwortung, Herrscher, Monarch, Diktator, Tyrann, Despot
FvS:
Fünf für PROVOKATION
AS:
Morgens aufstehen, Rituale, Wahrheit, Ausbruch...... Erwachen
FvS:
BLUTIGE DAMENBINDE:
AS:
.....Vampir-trinkt-Tee, ähm, ......Abschluss einer unschuldigen Phase, totale Konfusion, ähm, ....Männer werden sich bewusst, dass es Aspekte an Frauen gibt, die .....ihnen kompliziert erscheinen; Trennung zwischen Mann und Frau; biologische Aufgabe, nicht erfüllt und durch moderne Technologie gebannt.
FvS:
Bitte nur Begriffe, keine ganzen Sätze.
AS:
Aja...mmh, ähh...
FvS:
Na gut, dann 5 Assoziationen für ZYKLUS:
AS:
Wellen........ Dynastien................. Generationswechsel........... Verschwendung, Auf-und Ab
FvS:
Herzlichen Dank, Nun 5 weitere für das Wort RAUPE.
AS:
Metamorphose, Vollfressen, Kokoniserung, allmählich kriechend, amorphes Äußere, Erfüllen einer Bestimmung..................Verpuppung.
FvS:
Und AUTOBAHN
AS:
highway, straight, trotzdem von der Polizei erwischt werden, Freiheit, speed, ..... Westen
FvS:
Fünf Assoziationen für MÖNCH
AS:
Haxen, Hände, Dirdl, Brüste, Pelz.
FvS:
Nein, für Mönch, nicht München, aber danke. Nun 5 weitere Begriffe für ZEIT.
AS:
Verantwortung, Verpflichtung, Pflichtbewusstsein, Versklavung, Kette, Folgsamkeit
FvS: PANAMA
AS:
Tiger, Bär, Bananen, Holzkiste, .......Fluss, ........Fuchsgeburtstagsfeier.
FvS:
KIRSCHEN
AS:
Arsch, Pferdebiss, prall, fetisch, Latex, .........Sommer
FvS:
BERLIN
AS
Traurigkeit, spätpubertärer Surrealismus, Mauerkonfrontation, Ostalgie, Mittelstandsdefizit, Politikverdrossenheit, Insel
FvS:
MÜLLEIMER
AS:
Oscar, Juke-in-the-Box, Neonlicht, Brooklyn, Metall
FvS:
MACHT
AS:
Zepter, Phallus, Krone, Tyrannei, halbes Königreich, Prinzessin
FvS:
INGENIEUR
AS:
Signal und Technik, Verfahrenstechnik, Metall, Luft- und Raumfahrt, Fachidiot
FvS:
Sollen wir mal?
AS:
Ja, aber lass uns das fortsetzen. Das tut mir ganz gut.

Anm.: Das AS ist mit der Veröffentlichung des Interviews auf diesem blog einverstanden und es würden ihn Kommentare freuen.
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